Dr. Eike Ahlers im rbb24-Interview: ADHS bei Erwachsenen differenziert betrachten
Dr. Eike Ahlers im rbb24-Interview: ADHS bei Erwachsenen differenziert betrachten
Lehrbeauftragter der Akkon Hochschule ordnet aktuelle Debatte zur ADHS-Diagnostik und -Therapie fachlich ein
ADHS steht derzeit stark im öffentlichen Fokus – auch bei Erwachsenen. Dr. med. Eike Ahlers, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Chefarzt am Johanniter-Krankenhaus Treuenbrietzen, ordnet das Thema in einem aktuellen Interview bei rbb24 fachlich ein.
An der Akkon Hochschule für Humanwissenschaften ist Dr. Ahlers Lehrbeauftragter im Studiengang Erweiterte Klinische Pflege und lehrt im Modul Psychosomatik und Psychiatrie. Im Interview macht er deutlich, dass ADHS aus medizinischer Sicht keine „Mode-Diagnose“ ist – auch wenn das gesellschaftliche Interesse an Abklärung und Selbstdiagnose deutlich zugenommen hat. Entscheidend sei eine sorgfältige Diagnostik: Symptome müssten dauerhaft bestehen, verschiedene Lebensbereiche betreffen und klar von anderen Ursachen abgegrenzt werden.
Auch beim Thema Behandlung bleibt Dr. Ahlers klar: „Man gibt bei ADHS nicht einfach so Medikamente. Entscheidend ist vielmehr eine gut abgestimmte Therapie, die – je nach Situation – medikamentöse Behandlung, Psychotherapie und ergänzende Ansätze wie Sport, Meditation oder Coaching sinnvoll miteinander verbindet.“
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