Prof. Dr.-Ing. Paul Geoerg zum Bevölkerungsschutz-Pakt: „Das Ehrenamt bleibt eine tragende Säule“
Professor der Akkon Hochschule betont die Bedeutung resilienter Strukturen, gesellschaftlicher Verantwortung und ehrenamtlichen Engagements im Bevölkerungsschutz.
Die Bundesregierung hat einen „Pakt für den Bevölkerungsschutz“ angekündigt und bis 2029 Investitionen in Höhe von zehn Milliarden Euro in Ausstattung, Fahrzeuge sowie Aus- und Fortbildung im Bevölkerungsschutz in Aussicht gestellt. Auch die Johanniter-Unfall-Hilfe als Trägerin der Akkon Hochschule begrüßt die angekündigten Maßnahmen und betont insbesondere die Bedeutung starker ehrenamtlicher Strukturen.
Prof. Dr.-Ing. Paul Geoerg, Professor für Management im Bevölkerungsschutz an der Akkon Hochschule mit den Lehrgebieten Systematik der Gefahrenabwehr sowie Risikomanagement, bewertet die angekündigten Investitionen als wichtiges Signal:
„Eine moderne Ausstattung ist wichtig – entscheidend bleibt jedoch, dass der Bevölkerungsschutz vor Ort personell, organisatorisch und strukturell nachhaltig gestärkt wird. Besonders das Ehrenamt ist eine tragende Säule des Bevölkerungsschutzes in Deutschland. Investitionen in Ausbildung, Vernetzung und resiliente Strukturen sind deshalb essenziell.“
Daneben betont Prof. Geoerg die Bedeutung gesamtgesellschaftlicher Resilienz: „Technische Ausstattung und organisatorische Strukturen seien nur so tragfähig wie das Fundament, auf dem sie beruhen – nämlich ein informiertes und mitverantwortliches Gemeinwesen. Bevölkerungsschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Wissen, Vorbereitung und ein funktionierendes soziales Miteinander sind keine Ergänzung zum professionellen Krisenmanagement – sie sind seine Voraussetzung.“
Der Professor verweist zudem darauf, dass aktuelle Krisenlagen – von Extremwetterereignissen über Pandemien bis hin zu hybriden Bedrohungen – zeigen würden, wie wichtig ein eng verzahntes Zusammenspiel von Bund, Ländern, Kommunen und Hilfsorganisationen sei.
Die Akkon Hochschule beschäftigt sich seit vielen Jahren in Forschung und Lehre mit Themen des Bevölkerungsschutzes, Krisenmanagements und der Gefahrenabwehr. Mit den Studiengängen Management in der Gefahrenabwehr B.Sc. sowie Führung in der Gefahrenabwehr und im Krisenmanagement M.Sc. qualifiziert die Hochschule Fach- und Führungskräfte für die Herausforderungen zukünftiger Krisenlagen.
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