Tuberkulose als Sicherheitsfrage: Prof. Timo Ulrichs im Tagesspiegel Background
Zum Welttuberkulosetag ordnet Akkon-Vizepräsident Prof. Dr. Dr. Timo Ulrichs die steigende Bedeutung von Tuberkulose als sicherheitspolitische Herausforderung für Europa ein.
Tuberkulose (TB) ist längst nicht mehr nur eine globale Gesundheitsherausforderung – sie entwickelt sich zunehmend zu einem sicherheitspolitischen Thema für Europa. Darauf weist Prof. Dr. Dr. Timo Ulrichs, Epidemiologe und Vizepräsident der Akkon Hochschule für Humanwissenschaften, in einem aktuellen Beitrag im Tagesspiegel Background anlässlich des Welttuberkulosetags hin.
Weltweit gehört TB weiterhin zu den tödlichsten Infektionskrankheiten und hat inzwischen COVID-19 wieder als häufigste Todesursache unter den Infektionen abgelöst. Besonders betroffen sind Menschen mit geschwächtem Immunsystem, etwa HIV-Infizierte.
Tuberkulose in Europa: Ursachen, Risiken und Folgen im Überblick
Auch in Europa ist die Lage angespannt: In der WHO-Euro-Region sterben jährlich rund 19.000 Menschen an Tuberkulose. Gründe dafür sind unter anderem die Folgen der COVID-19-Pandemie, unterbrochene Gesundheitsprogramme sowie geopolitische Krisen wie der Krieg in der Ukraine. Migration aus besonders betroffenen Regionen sowie die Zunahme multiresistenter Erreger verschärfen die Situation zusätzlich.
Tuberkulose-Bekämpfung in Europa: Warum Investitionen entscheidend sind
Prof. Ulrichs betont, dass Investitionen in die Bekämpfung von Tuberkulose nicht nur gesundheitspolitisch sinnvoll sind, sondern auch einen erheblichen wirtschaftlichen Nutzen haben. Gleichzeitig warnt er vor sinkenden Ausgaben für globale Gesundheitsprogramme und deren langfristigen Folgen.
Sein Fazit: Die Bekämpfung von Tuberkulose ist nicht nur eine Frage der Gesundheit, sondern auch der gesellschaftlichen und sicherheitspolitischen Stabilität in Europa.
Weitere Beiträge
Akkon Hochschule beim Urban Innovation Forum 2026: Reallabore für die Stadt der Zukunft
Internationale Forschungskooperation zu digitalen Technologien im Gesundheitswesen